Kurz gesagt
Das Sieb im Boden wird wöchentlich ausgespült, einmal im Monat läuft ein heißes Reinigungsprogramm mit Maschinenreiniger, und alle drei Monate werden die Sprüharme abgenommen und die Düsen freigemacht.
Die Intervalle auf einen Blick
| Aufgabe | Intervall | Warum |
|---|---|---|
| Sieb ausspülen | wöchentlich | Essensreste werden sonst im Umlauf wieder aufs Geschirr gespült |
| Reinigungsprogramm 65–70 °C | monatlich | Löst Fettfilm in Pumpe und Leitungen |
| Türdichtung abwischen | monatlich | Sammelt Fett und wird sonst hart und undicht |
| Sprüharme abnehmen und spülen | alle 3 Monate | Verstopfte Düsen sind die häufigste Ursache für schlechtes Spülergebnis |
| Salz- und Klarspülerstand prüfen | monatlich | Ohne Salz verkalkt der Ionenaustauscher dauerhaft |
Die Spülmaschine reinigt sich nicht selbst
Der Einwand liegt nahe: ein Gerät, das mit 65 °C heißem Wasser und Reiniger arbeitet, sollte am Ende sauber sein. Für die Innenwände stimmt das auch. Was zurückbleibt, ist alles, was aus dem Wasserkreislauf herausfällt: Essensreste im Sieb, Fett an der Türdichtung, Kalk an den Heizstäben.
Fett ist dabei das unterschätzte Problem. Es wird beim Spülgang emulgiert und im Umlauf durch Pumpe und Leitungen bewegt, setzt sich beim Abkühlen aber wieder ab — dort, wo kein Reiniger mehr hinkommt. Über Monate baut sich so ein Film auf, der Geruch verursacht und die Pumpenleistung senkt.
Das Sieb ist die wichtigste Wochenaufgabe
Am Boden der Maschine sitzt ein mehrteiliges Sieb: ein grobes Sieb für große Reste und ein feines Mikrosieb darunter. Herausdrehen, unter fließendem Wasser mit einer alten Zahnbürste abbürsten, wieder einsetzen. Zwei Minuten, einmal pro Woche.
Wird das versäumt, passiert etwas Kontraintuitives: die Maschine spült die Reste wieder aufs Geschirr. Das Wasser zirkuliert, und was das Sieb nicht zurückhält, landet über die Sprüharme erneut auf den Tellern. Der typische graue Belag auf vermeintlich sauberem Geschirr kommt genau daher.
Das monatliche Reinigungsprogramm
Einmal im Monat läuft die Maschine leer im heißesten Programm, mit einem Maschinenreiniger im Spülraum — nicht in der Reinigerkammer, sondern offen im unteren Korb, damit er über den ganzen Zyklus wirkt. Das löst den Fettfilm in Pumpe, Schläuchen und Wärmetauscher.
Wichtig ist die Temperatur: Fett löst sich verlässlich erst deutlich über 60 °C. Ein Eco-Programm bei 50 °C spült zwar sauber, aber es reinigt die Maschine nicht. Wer ausschließlich Eco fährt — was energetisch sinnvoll ist — braucht das monatliche heiße Programm umso dringender.
Salz, Klarspüler und warum Kombitabs nicht immer reichen
Spülmaschinen enthärten das Wasser über einen Ionenaustauscher, der Regeneriersalz braucht. Läuft der Salzbehälter leer, verkalkt das Harz — und diese Schädigung ist nicht reversibel. Geschirr wird stumpf, Gläser bekommen einen milchigen Schleier, der sich nicht mehr wegpolieren lässt.
Kombitabs ("Alles in 1") enthalten eine kleine Menge Enthärter, die bei weichem bis mittlerem Wasser ausreicht. Ab etwa 14 °dH reicht sie nicht mehr, und Salz gehört separat nachgefüllt. Die Wasserhärte muss dafür in der Maschine korrekt eingestellt sein, sonst dosiert sie das Salz falsch.
Häufige Fragen
Muss ich Geschirr vorspülen?
Nein, und es ist sogar schädlich. Moderne Reiniger enthalten Enzyme, die Stärke und Eiweiß abbauen — sie brauchen etwas zum Angreifen. Bei vorgespültem Geschirr laufen sie ins Leere. Grobe Reste abkratzen reicht vollkommen.
Warum riecht meine Spülmaschine?
Fast immer eine von drei Ursachen: ein volles Sieb, ein Fettfilm in Pumpe und Leitungen, oder ein verstopfter Ablaufschlauch. In dieser Reihenfolge prüfen. Wenn alle drei sauber sind und es weiter riecht, sitzt das Problem meist im Siphon des Küchenanschlusses.
Kann ich Essig in die Spülmaschine geben?
Besser nicht. Die Säure greift auf Dauer Gummidichtungen und die Edelstahlverschraubungen an. Für Kalk ist Regeneriersalz zuständig, für Fett ein Maschinenreiniger — beides ist auf das Material abgestimmt.
Wie oft müssen die Sprüharme gereinigt werden?
Alle drei Monate. Sie lassen sich in der Regel ohne Werkzeug abnehmen. Die Düsen mit einem Zahnstocher freimachen und die Arme durchspülen — verstopfte Düsen sind die mit Abstand häufigste Ursache für Geschirr, das nur teilweise sauber wird.