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Wie oft sollte man die Waschmaschine reinigen?

Zuletzt geprüft: 20. September 2026

Kurz gesagt

Einmal im Monat ein Pflegeprogramm bei mindestens 60 °C, die Türdichtung nach jedem Waschgang trocken wischen und das Flusensieb alle drei Monate leeren. Wer überwiegend bei 30 °C wäscht, sollte das Pflegeprogramm eher alle drei bis vier Wochen laufen lassen.

Die Intervalle auf einen Blick

AufgabeIntervallWarum
Pflegeprogramm bei 60–90 °C monatlich Löst Waschmittelreste und Biofilm in Trommel und Leitungen
Türdichtung abwischen nach jedem Waschgang Stehendes Wasser in der Falte ist die häufigste Schimmelquelle
Waschmittelfach ausspülen monatlich Weichspülerreste verkleben die Kammer und schimmeln
Flusensieb leeren alle 3 Monate Verstopft sonst die Laugenpumpe
Zulaufsieb prüfen jährlich Kalk und Sand bremsen den Wasserzulauf aus

Warum die Maschine überhaupt gereinigt werden muss

Eine Waschmaschine wäscht mit Wasser und Waschmittel — daraus lässt sich leicht schließen, dass sie sich dabei selbst mitreinigt. Das Gegenteil ist der Fall. Moderne Waschgänge laufen aus Energiegründen bei 30 oder 40 °C, und genau dieser Temperaturbereich ist ideal für Bakterien und Hefen. Sie siedeln sich zusammen mit Waschmittelresten und Textilfasern als schmieriger Biofilm an: in der Trommelrückseite, im Ablaufschlauch und vor allem in der Falte der Türdichtung.

Bemerkbar macht sich das zuerst am Geruch — frisch gewaschene Wäsche riecht muffig, obwohl sie sauber ist. Bis dahin ist der Biofilm schon etabliert. Ein Pflegeprogramm, bevor es riecht, ist deutlich einfacher als eine Sanierung danach.

Das monatliche Pflegeprogramm

Einmal im Monat läuft die Maschine leer bei mindestens 60 °C, besser 90 °C — ohne Wäsche, ohne Weichspüler. Viele Geräte haben dafür ein eigenes Programm ("Trommelreinigung", "Maschinenpflege"); wenn nicht, tut es Koch-/Buntwäsche 60 °C oder 90 °C.

Als Zusatz reicht die normale Dosis Vollwaschmittel in Pulverform. Pulver enthält Bleichmittel und Soda, Flüssigwaschmittel nicht — deshalb ist Pulver hier klar im Vorteil. Spezialreiniger für Waschmaschinen wirken ähnlich, sind aber teurer und nicht nötig. Von Essig ist abzuraten: die Säure greift auf Dauer Gummidichtungen und Metallteile an.

Wer fast ausschließlich kalt wäscht, sollte das Intervall auf drei bis vier Wochen verkürzen. Wer regelmäßig bei 60 °C wäscht, kommt auch mit alle sechs Wochen aus.

Die Türdichtung — der eigentliche Problempunkt

In der Gummifalte des Bullauges sammelt sich nach jedem Waschgang Wasser, dazu Haare, Flusen und Waschmittelreste. Das ist die Stelle, an der bei den meisten Maschinen zuerst schwarze Punkte auftauchen, und sie ist gleichzeitig die, die am schnellsten zu pflegen ist: Falte nach dem Waschen einmal mit einem Tuch auswischen, Tür einen Spalt offen stehen lassen.

Sitzt der Schimmel schon im Gummi, hilft Abwischen nicht mehr zuverlässig — das Myzel wächst ins Material hinein. Dann bleibt gründliche Reinigung mit einem chlorhaltigen Schimmelentferner oder, bei starkem Befall, der Austausch der Dichtung.

Flusensieb und Zulaufsieb

Das Flusensieb sitzt hinter einer Klappe unten an der Front. Alle drei Monate aufdrehen, Wasser in eine flache Schale ablaufen lassen, Sieb ausspülen. Was dort gesammelt wird — Münzen, Haare, Papierreste — würde sonst irgendwann die Laugenpumpe blockieren, und das ist ein Reparaturfall statt einer Fünf-Minuten-Aufgabe.

Das Zulaufsieb im Wasseranschluss ist die unauffälligere Variante davon. Einmal im Jahr Wasserhahn zudrehen, Schlauch lösen, das kleine Sieb herausnehmen und abspülen. Wenn die Maschine ungewöhnlich lange zum Wassereinlaufen braucht, ist meist hier die Ursache.

Häufige Fragen

Reicht Essig zum Reinigen der Waschmaschine?

Essigsäure löst Kalk zuverlässig, greift aber Gummidichtungen, Schläuche und Aluminiumteile an. Für ein Gerät, das zehn Jahre halten soll, ist das ein schlechter Tausch. Ein Pflegeprogramm mit Vollwaschmittel in Pulverform erreicht dasselbe, ohne das Material zu belasten.

Warum riecht meine Wäsche muffig, obwohl die Maschine sauber aussieht?

Der Biofilm sitzt an Stellen, die man nicht sieht: Trommelrückwand, Ablaufschlauch, Laugenbehälter. Ein bis zwei Pflegeprogramme bei 90 °C in kurzem Abstand lösen ihn in der Regel. Bleibt der Geruch, lohnt ein Blick auf Flusensieb und Waschmittelfach.

Muss ich die Waschmaschine entkalken?

In Regionen mit hartem Wasser ja — aber meist automatisch. Vollwaschmittel enthalten Enthärter, die bei korrekter Dosierung nach Wasserhärte den Kalk binden. Ein separater Entkalker ist nur nötig, wenn über Jahre unterdosiert wurde.

Soll die Tür offen bleiben?

Ja, zumindest einen Spalt. Eine geschlossene Trommel trocknet nicht ab, und Restfeuchte ist die Grundbedingung für Schimmel. Wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt sind, reicht auch, die Tür nur für ein paar Stunden nach dem Waschen offen zu lassen.

Du musst dir das nicht merken.

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